Windmühle Seckenh.

 

Windmühle Seckenhausen  im Wandel der Zeit

von Hein Dobberkau (Quelle)

In dieser Zeit  werden deshalb Mühlen und Müller gefragt. Das Adreßbuch für den Kreis Syke 1907 nennt in Seckenhausen den Getreidehändler und Windmüller Heinrich Schulenberg in der Hausnummer 46 (heute: Hein Dobberkau).  Er war ein weitsichtiger Mann  und hatte schon um 1870 eine Windmühle nach Seckenhausen geholt.

In Bremen hatte sie abgerissen werden müssen, weil sie dort von Wohnhäusern völlig umbaut worden war und nicht mehr genug Wind bekam. Heinrich Schulenberg hatte sie etwa 200 Meter südlich der Kreuzung B 51/B 322 wiederaufbauen lassen.Hier stand sie voll im Wind und voll in blühender Viehhaltung.

Ab 1912 war sie das unübersehbare Wahrzeichen der neuen Gemeinde Seckenhausen. Aber dem Müller Heinrich Schulenberg war die Mühle wohl zu schnell gelaufen. Er mußte sie aufgeben. Für ihn übernahm der Müller Heinrich Dobberkau den leistungsstarken "Galerieholländer".  Er kam aus Winsen und stammte aus einer Müllerfamilie mit 400jähriger Tradtion. Die Zeit war günstig, die Geschäfte liefen gut.  In den dreißiger Jahren übernahm der Sohn den gesunden Betrieb und bediente die Landwirte in den Dörfern. Am 15.April.1945, als die Engländer den Vormarsch auf Bremen durchführten, wurde das Wahrzeichen so stark beschädigt, dass ein Wiederaufbau nicht möglich war.

So mußte ein neuer Weg beschritenn werden: Mit einer modernen Motormühle wurde der Betrieb fortgesetzt und die Ruine der Windmühle im Jahre 1963 abgebrochen. Der fortschreitende Strukturwandel in der Landwirtschaft beeinträchtige auch die Rentabilität des Mühlenbetriebs. Die dauernde Arbeitsbelasttung hatte bei Vater und Sohn Heino, der unterdessen das Geschäft übernommen hatte, deutliche Spuren hinterlassen.

Schließlich wurden die gesundheitlichen Probleme so massiv, dass 1980 der Dobberkau`sche Mühlenbetrieb aufgegeben werden mußte.

  Quelle: Hein Dobberkau,   Text eingestellt: Carsten Lucht

 

Nach oben